Fortuna vitae
 
 

Die Geschichte des menschlichen Körpers, seine Anatomie und die gegenseitig verknüpften Funktionen sind faszinierend und es ist gut, ihre Entwicklung von den anfänglichen Unkenntnissen über neue und neue Erkenntnisse bis hin zu den heutigen, die die Basis für weitere Forschungen in der Zukunft bilden.

Die als Struma bezeichnete Schilddrüsenerkrankung war bereits vor tausenden Jahren u. Z. bekannt. Die alten Griechen nannten diese Schilddrüsenvergrößerung Bonchocele und diese Bezeichnung wurde bis ins 19. Jahrhundert verwendet.

Die Geschichte der Schilddrüsenerforschung reicht bis in die Renaissance, als sie ungefähr im Jahr 1500 u. Z. von Leonardo da Vinci beschrieben wurde und ca. 40 Jahre später auch von Vesalius.

Am Anfang des 17. Jahrhunderts wurde dann ihre definitive anatomische Lokalisierung bekannt – im vorderen Halsbereich, der bei dem schrägen Halsknorpel (unterhalb des Kehlkopfvorsprungs des Adamsapfels) beginnt. Die nicht zu übersehende Ähnlichkeit mit dem griechischen Schild, welches im antiken Griechenland der bedeutendste Schutz vor Feinden war, inspirierte 1656 Thomas Warton zu der typischen Bezeichnung Thyreoid (Schild) gland (drüse) und diese Bezeichnung, Glandula Thyreoidea (Schilddrüse), wird bis heute verwendet.

Die vielen Informationen über das Auftreten von Struma stammen aus der Zeit, als Napoleona I. regierte, als vielen Soldaten aufgrund ihrer kleinen Statur und ihres dicken Halses die Uniform, was das erste Anzeichen für Struma ist, nicht passte und sie den Kragen nicht zuknöpfen konnten.

Im anschließenden Zeitraum wurden verschiedene gesundheitliche Probleme im Zusammenhang mit einer Überfunktion der Schilddrüse (Hyperthyreose) oder mit deren Unterfunktion (Hypothyreose) verzeichnet, diese wurden jedoch damals noch nicht mit dieser in Verbindung gebracht.

Hierzu zählen:

  • geistige Unruhe,
  • auffällig hervortretende Augen,
  • Gewichtsprobleme,
  • Herzrasen,
  • unangenehme Gefühle beim Schlucken,
  • erhöhte Müdigkeit,
  • Erschlaffung der Muskulatur,
  • usw.

Die Erforschung der Schilddrüse hat viele bedeutende Forscher beschäftigt, Emil Theor Koher (1841 – 1917) wurde für seine Arbeit sogar mit dem Nobelpreis belohnt.

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